Auf Verpackungen stehen viele Wörter, die kompliziert klingen: Kohlenhydrate, Proteine, gesättigte Fettsäuren. Dahinter steckt aber etwas ganz Einfaches — die Bausteine, aus denen unser Essen besteht. Hier kommt die entspannte Übersicht, ganz ohne Bewertung in „gut" und „böse".

Kohlenhydrate — der Treibstoff

Kohlenhydrate stecken in Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Obst und vielem mehr. Der Körper macht daraus Energie — für Muskeln, fürs Spielen, fürs Denken. Es gibt schnelle Kohlenhydrate (wie in Traubenzucker oder Weißbrot), die rasch Energie liefern, und langsame (wie in Vollkornbrot oder Haferflocken), die länger satt halten. Beides hat seinen Platz: Vor dem Sport darf es gern schnell gehen, fürs lange Sattbleiben sind die langsamen praktisch.

Eiweiß — das Baumaterial

Eiweiß (auch Protein genannt) ist das Baumaterial des Körpers: für Muskeln, Haut, Haare und vieles mehr. Es steckt in Eiern, Milchprodukten, Fleisch und Fisch — aber genauso in Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Nüssen und Tofu. Wer wenig oder kein Fleisch isst, findet also reichlich pflanzliche Alternativen.

Fett — mehr als sein Ruf

Fett hat einen schlechteren Ruf, als es verdient. Der Körper braucht es: für die Zellen, fürs Gehirn und um bestimmte Vitamine überhaupt aufnehmen zu können. Gute Quellen sind zum Beispiel Olivenöl, Rapsöl, Nüsse, Avocado und fetter Fisch wie Lachs. Auch Butter und Sahne gehören zum Essen dazu — alles darf, nichts muss.

Vitamine und Mineralstoffe — die stillen Helfer

Vitamine und Mineralstoffe braucht der Körper nur in kleinen Mengen, aber ständig: Vitamin C aus Paprika und Orangen, Kalzium aus Milch oder Brokkoli, Eisen aus Fleisch, Haferflocken und Hülsenfrüchten. Der einfachste Weg, viele davon zu bekommen, ist erfreulich unkompliziert: bunt essen. Je mehr Farben auf dem Teller, desto breiter die Mischung — ganz ohne Tabelle und ohne Rechnen.

Und was heißt das jetzt für den Alltag?

Ehrlich gesagt: weniger, als die vielen Fachbegriffe vermuten lassen. Kein Lebensmittel ist „verboten", keins muss auf den Teller gezwungen werden. Eine bunte Mischung über die Woche — mal Gemüse, mal Nudeln, mal was Süßes — deckt für die meisten Menschen ganz entspannt ab, was der Körper braucht. Bei besonderen Situationen wie Allergien, Unverträglichkeiten oder Erkrankungen gilt wie immer: Das klärst du am besten mit einer Ärztin oder Ernährungsfachkraft.